Ankündigungen

Ökonomisches Kolloquium

Im Oktober startet die Wintersemester-Runde des Ökonomischen Kolloquiums am IAAEU. Die Vorträge finden jeweils dienstags von 18:00 – 19:30 Uhr im Max-Weber-Raum (H714) an Campus II statt. Alle Vorträge sind hochschulöffentlich.

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Brownbag Seminar

Auch im Wintersemester 2022/23 finden wieder Brwonbag Seminare am IAAEU statt. Weitere Informationen zu den Vorträgen, sowie Ansprechpartner finden Sie auf unserer Seite.

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Preise, Auszeichnungen & aktuelle Meldungen


24.  Okt '22
Neuerscheinung in Oxford Economic Papers

Neue Studie von Laszlo Goerke und Sven Hartmann zum Thema „Habit Formation and Trade Unions“ in der Fachzeitschrift Oxford Economic Papers veröffentlicht.

Die Annahme, dass Präferenzen separabel über die Zeit hinweg sind, also beispielsweise die Bewertung des heutigen Einkommens nicht von den Vermögensverhältnissen der Vergangenheit abhängt, war lange Zeit eine wichtige Basis für ökonomische Analysen menschlichen Verhaltens. Empirische Befunde legen jedoch nahe, dass das Wohlbefinden von Individuen nicht nur von ihrem gegenwärtigen Lohn bestimmt, sondern auch durch den Vergleich mit dem früheren Einkommen beeinflusst wird. Vielfach ziehen Beschäftigte einen über die Zeit hinweg ansteigenden Lohn einem sinkenden Einkommen vor, selbst wenn die Summe aller Zahlungen in beiden Fällen gleich ist. Entsprechend wirken sich Präferenzen, die von Vergleichen über die Zeit hinweg mitbestimmt werden, auf das Verhalten von Individuen aus, wie für eine Vielzahl von ökonomisch relevanten Situationen bereits gezeigt wurde. Sie haben folglich auch Einfluss auf die Wirkungsweise von Arbeitsmarktinstitutionen.

Aufbauend auf dieser Erkenntnis, untersuchen Laszlo Goerke und Sven Hartmann, inwieweit vergleichende Präferenzen die Ergebnisse von Tarifverhandlungen verändern und welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. In ihrer theoretischen Analyse zeigen die beiden an der Universität Trier und am IAAEU tätigen Autoren, dass eine heutige Lohnerhöhung nicht nur zu einem Rückgang der Beschäftigung führt, sondern auch einen negativen Effekt auf den künftigen Nutzen der Beschäftigten impliziert. Dieser Effekt erhöht somit die Kosten einer Lohnerhöhung, relativ zu einer Lohnsteigerung in der Zukunft. Vergleichende Präferenzen führen folglich dazu, dass eine Gewerkschaft ein im Zeitverlauf ansteigendes Lohn- und damit ein sinkendes Beschäftigungsniveau präferiert, verglichen mit einem Szenario ohne vergleichende Präferenzen, mit entsprechenden Konsequenzen für Tarifverhandlungen. Die beiden Autoren zeigen zudem, dass regulatorische Änderungen, wie beispielweise Erhöhungen des Arbeitslosengeldes, die nur übergangsweise eingeführt werden, aufgrund der vergleichenden Präferenzen langfristige Auswirkungen auf Löhne und Beschäftigung haben.

Die vollständige Version des Artikels finden Sie hier.

11.  Okt '22
Ehemalige IAAEU-Mitarbeiterin zum Mitglied des geldpolitischen Rates der polnischen Zentralbank ernannt

Wir gratulieren unserer ehemaligen Mitarbeiterin Joanna Tyrowicz sehr herzlich zu ihrer Ernennung als Mitglied des Rada Polityki Pieniężnej, des geldpolitischen Rates der polnischen Zentralbank. Sie wurde für eine sechsjährige Amszeit gewählt, währed der sie mit über die amtlichen polnischen Zinssätze der Zentralbank entscheidet. Wir wünschen ihr für ihr neues Amt alles Gute und dass sie weiterhin mit der für sie typischen Gelassenheit und Weitsicht agieren kann, die sie während ihrer Zeit an unserem Institut stets bewiesen hat!

28.  Sep '22
Neue Aufsatzpublikation in Finance Research Letters

Sven Hartmann hat in Zusammenarbeit mit Lars Hornuf, einem früheren Mitarbeiter des IAAEU und Maik Eisenbeiß, Professor für Marketing an der Universität Bremen einen neuen Aufsatz zum Thema „Social media marketing for equity crowdfunding: Which posts trigger investment decisions?“ in der Fachzeitschrift Finance Research Letters veröffentlicht.

Die Studie befasst sich mit dem Kommunikationsverhalten von Startups in den sozialen Netzwerken im Zeitraum ihrer Equity-Crowdfunding-Kampagnen. In einem ersten Schritt untersuchen die Autoren welche Inhalte von Startups auf Facebook und Twitter veröffentlicht werden und unterscheiden dabei zwischen zwei Arten von Beiträgen: informative Beiträge, die Investierenden konkrete Informationen über das Unternehmen und die Crowdfunding-Kampagne liefern, die für eine Investitionsentscheidung relevant sein können und persuasive Beiträge, keine investitionsrelevanten Informationen enthalten und eher darauf abzielen, potenzielle Anleger zum Investieren zu animieren. Eine deskriptive Auswertung der Daten zeigt, dass ca. 82% aller betrachteten Beiträge persuasive Inhalte enthalten. Anhand von 26.883 individuellen Investitionsentscheidungen analysieren die Autoren, ob Startups den Erfolg ihrer Equity-Crowdfunding-Kampagnen durch Posts in sozialen Netzwerken beeinflussen können. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich sowohl informative Inhalte als auch persuasive Beiträge positiv auf die Anzahl der Investitionen auswirken können, während persuasive Beiträge auch das durchschnittliche Investitionsvolumen erhöhen.

Die vollständige Version des Artikels finden Sie hier.

08.  Aug '22
Neue Veröffentlichung von Mitgliedern des IAAEU zu den Gründen für Arbeitszufriedenheit

Wenn man einem Verein beitritt oder Mitglied einer Organisation wird, die die eigenen Interessen vertritt, dann ist zu erwarten, dass die Zufriedenheit ansteigt. Wenn man diese grundsätzliche Überlegung auf Gewerkschaften anwendet, mündet sie in der Hypothese, dass Gewerkschaftsmitglieder eine höhere Arbeitszufriedenheit aufweisen als ansonsten hinsichtlich Alter, Qualifikation und persönlichen Umständen vergleichbare Nicht-Mitglieder. Überraschenderweise zeigen frühe empirische Analysen der Beziehung zwischen Gewerkschaftsmitgliedschaft und Arbeitszufriedenheit für angelsächsische Länder genau das Gegenteil. Mitglieder einer Arbeit sind weniger zufrieden mit ihrer Arbeit. Dieser Gegensatz zwischen theoretisch begründeter Erwartung und empirischer Evidenz hat eine Debatte ausgelöst, die bereits fast ein halbes Jahrhundert andauert und in den letzten Jahren wieder intensiver geworden ist.

In ihrer Studie mit dem Titel Job Satisfaction and Trade Union Membership in Germany, die in der Zeitschrift Labour Economics erscheint, untersuchen Laszlo Goerke und Yue Huang vom IAAEU und dem Lehrstuhl für Personalökonomik den Zusammenhang vor dem Hintergrund der hiesigen industriellen Beziehungen. Bis jetzt gibt es noch keine umfassende Untersuchung der Thematik für Deutschland. Goerke und Huang finden ebenfalls einen negativen Zusammenhang zwischen Gewerkschaftsmitgliedschaft und Arbeitszufriedenheit. Wenn sie allerdings berücksichtigen, dass bestimmte Beschäftigte stärker ausgeprägte Interessen haben, einer Gewerkschaft beizutreten und Eigenschaften aufweisen, die eine Mitgliedschaft attraktiver machen, verschwindet die zuvor beobachtete negative Korrelation. Somit ist vorstellbar, dass Beschäftigte, die eine kritischere Einschätzung ihrer Arbeitsbedingungen haben, und daher eine geringere Arbeitszufriedenheit aufweisen, eher in eine Gewerkschaft eintreten, um ihre Situation zu verbessern. Aber selbst wenn pessimistische Beschäftigte eher in Gewerkschaften eintreten, ist zu erwarten, dass sie schlussendlich davon profitieren und ihre Arbeitszufriedenheit ansteigt.

Die Frage, warum sich diese Erwartung nicht in den empirischen Resultaten widerspiegelt, können Goerke und Huang mit ihrer Analyse allerdings nicht beantworten. Dafür bedarf es weiterer Untersuchungen, über die wir hier berichten werden, sobald sie verfügbar sind.

04.  Aug '22
Didaktische Beitragsreihe „Fallbearbeitung im Arbeitsrecht“

Mit einem Beitrag von Dr. Thomas Klein und Georg Kuhs unter dem Titel „Der Grundsatz „Kein Lohn ohne Arbeit“ und seine Ausnahmen in der Klausur am Beispiel des Betriebsrisikos im Corona-Lockdown“ wird die Beitragsreihe „Fallbearbeitung im Arbeitsrecht“ in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für das Juristische Studium fortgeführt. Die Reihe richtet sich vor allem an Studierende mit einem Schwerpunkt im Arbeitsrecht und ergänzt den arbeitsrechtlichen Podcast des IAAEU durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit den dort besprochenen Fällen. Sie soll Problembewusstsein und Strukturdenken trainieren und dadurch die Anwendung des abstrakten Wissens auf einen konkreten Sachverhalt erleichtern. Ein besonderer Schwerpunkt der Beiträge liegt auf der Erläuterung der Vorgehensweise bei der Falllösung, die in Entscheidungsbesprechungen und Übungsfällen oft weniger im Fokus steht. Mit diesem Ansatz versteht sich die Reihe „Fallbearbeitung im Arbeitsrecht“ als eigenständiger Baustein für eine erfolgreiche Klausurvorbereitung im Arbeitsrecht.

28.  Jun '22
Studie zur Standort- und Beschäftigungssicherung in Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen erschienen

In der Schriftenreihe des Hugo-Sinzheimer-Instituts (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung ist am 28. Juni 2022 eine Studie zur Standort- und Beschäftigungssicherung in Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen erschienen, an der unter anderem Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Monika Schlachter und Dr. Thomas Klein mitgewirkt haben. Die Untersuchung beleuchtet u.a. das Verhältnis zwischen Tarifautonomie und unternehmerischer Freiheit und gelangt zu dem Ergebnis, dass entgegen einer im Schrifttum teils vertretenen Auffassung auch Standort- und Beschäftigungsgarantien sowie Investitionszusagen tarifvertraglich vereinbart und erforderlichenfalls durch den Einsatz von Arbeitskampfmitteln durchgesetzt werden können.

24.  Jun '22
Eva Markowsky zu Gast am IAAEU

Das IAAEU freut sich über den Gastaufenthalt von Eva Markowsky vom 20.06. bis 01.07.2022. Eva Markowsky ist Doktorandin in der Endphase ihrer Dissertation am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg. Unter Betreuung von Prof. Dr. Miriam Beblo forscht und lehrt sie dort zu Themen der Arbeits-. Migrations- und Genderökonomik. Im Rahmen ihres Aufenthaltes am IAAEU präsentiert sie im ökonomischen Kolloquium eine Meta-Analyse zum Einfluss von kulturellen Normen und Werten auf die Arbeitsmarktpartizipation von Frauen. Dies ist auch Thema ihrer Forschung während ihrer Zeit in Trier. Außerdem beschäftigt sie sich derzeit mit dem Einfluss von Sprachkenntnissen auf Arbeitsmarkterfolg von Migrantinnen und Migranten in Deutschland, sowie mit dem globalen Zusammenhang zwischen Geschlechterquoten im Parlament und individuellen Einstellungen zur Geschlechtergerechtigkeit.
Eva Markowsky

20.  Mai '22
TriECON-Workshopreihe verlässt die virtuelle Welt

Seit vielen Jahren organisiert das IAAEU kleine Workshops zu Themen, an denen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten, und lädt Gäste aus ganz Europa ein, um Analysen zu verwandten Fragestellungen vorzustellen. Diese Workshops stellen eine Plattform für angeregte Diskussionen und den intensiven Austausch von Ideen dar. Mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie etablierte das IAAEU die TriECON-Workshop-Reihe, um Gespräche in der virtuellen Welt zu fortzusetzen. Jeder dieser Workshops besteht aus 6 bis 8 Online-Präsentationen zu einem bestimmten Thema.

Der TriECON-Workshop am 20. Mai 2022 fand zum ersten Mal nicht über ZOOM statt, sondern wieder vor Ort im IAAEU im 7. Stock des Hauptgebäudes von Campus II der Universität Trier. Der Direktor des IAAEU, Laszlo Goerke, und derzeitige Gastwissenschaftler, Anthony Lepinteur, hatten ein Programm mit sechs Vorträgen zum Thema Gesundheit und Arbeitsmarkt zusammengestellt. Die Vorträge behandelten Themen wie die Auswirkungen von Hitze und Depressionen auf Arbeitsmarktergebnisse, den Zielkonflikt zwischen Gesundheit und Vermögensbildung und die potenzielle Rolle des maschinellen Lernens bei der Vorhersage von Wohlstandsergebnissen.

Der Workshop zeigte, dass Online-Sitzungen eine ergänzende Funktion haben, aber niemals Zusammenkünfte im „echten Leben“ ersetzen können. Jede Präsentation wurde von einer Vielzahl von Fragen und Kommentaren begleitet, und es folgte eine lebhafte Diskussion. Obwohl die Hintergrundgeräusche der Klimaanlage die Verständigung etwas störten, konnte dieses kleine „Kommunikationsproblem“ durch eine kurze Aufforderung die Stimme etwas anzuheben im Handumdrehen gelöst werden. Es gab kein lästiges Austauschen von Headsets oder die Notwendigkeit, dass Videokonferenzprogramm neu zu starten. Der akademische Austausch in seiner besten Form scheint wieder möglich zu sein. Ein feines Abendessen und ein kurzer Rundgang durch Trier runden die Tagung ab. Aber vollständig konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Pandemie trotz der Rückkehr zu einem Workshop vor Ort nicht ignorieren; sie mussten immer noch Gesichtsmasken tragen.

Wir freuen uns auf die nächste „richtige“ Veranstaltung der TriECON-Workshopreihe im Herbst 2022.

04.  Mai '22
Neues DFG-Forschungsprojekt zum Thema „Das Recht auf angemessenes Entgelt für Solo-Selbständige“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im April die Förderung eines deutsch-österreichischen Forschungsprojekts im D-A-CH Lead Agency-Verfahren zum Thema „Das Recht auf angemessenes Entgelt für Solo-Selbständige“ bewilligt. Das Projekt wird von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Monika Schlachter und Dr. Thomas Klein (beide IAAEU) in Kooperation mit Dr. Karin Lukas vom Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte in Wien durchgeführt.
Im Rahmen des Projekts soll die Situation von Solo-Selbständigen in den Blick genommen werden, die aufgrund ihrer schwachen Verhandlungsposition nicht in der Lage sind, mit ihren Vertragspartnern angemessene Vertragsbedingungen auszuhandeln, um sich vor einer Ausbeutung ihrer Arbeitskraft zu schützen und einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen. Zu diesem Zweck werden internationale und europäische Menschenrechtsrechtsstandards in Bezug auf die Rechte von Solo-Selbständigen und deren Umsetzung im österreichischen und deutschen Recht analysiert und mögliche Spannungen zwischen den internationalen Verpflichtungen und dem EU-Recht beleuchtet. Dabei verfolgt das Forschungsprojekt im Einzelnen folgende Ziele:
  1. Ermittlung der internationalen und europäischen menschenrechtlichen Verpflichtungen der Staaten zum Schutz von Solo-Selbständigen und möglicher Ansätze zur Verhinderung der Ausbeutung von Solo-Selbständigen
  2. Analyse der Umsetzung der internationalen Verpflichtungen zum Schutz von Solo-Selbständigen auf nationaler Ebene in Österreich und Deutschland
  3. Bewertung der Umsetzung der internationalen Verpflichtungen im Lichte des Rechts der Europäischen Union
  4. Entwicklung gezielter rechtlicher Empfehlungen zur Verbesserung der Situation von Solo-Selbständigen im Einklang mit den internationalen Menschenrechten und dem EU-Recht
Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und startet voraussichtlich Anfang 2023.

21.  Apr '22
14. Workshop on Labour Economics (WLE) am IAAEU – Erfolgreich abgeschlossen!

Auch dieses Jahr wurde der Workshop on Labour Economics 2022 im Online-Format durchgeführt. Der jährliche Workshop des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Personalökonomik der Universität Trier fand am 7. und 8. April 2022 bereits zum 14. Mal statt. Exzellente Präsentationen der vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zusammen mit lebhaften Diskussionen, und ein intensiver wissenschaftlicher Austausch machten den Workshop auch in diesem Jahr wieder zu einer erfolgreichen und viel beachteten wissenschaftlichen Veranstaltung im Bereich der Arbeitsmarktökonomik.
Mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Gäste aus aller Welt waren zur Konferenz angemeldet. Insgesamt 68 Forschende konnten ihre aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse vortragen, was die diesjährige Veranstaltung zum bislang größten WLE überhaupt machte. 26 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hatten die Möglichkeit, ihre Arbeiten von erfahrenen Forscherinnen und Forschern diskutieren zu lassen. So konnte der nächsten Wissenschaftsgeneration wertvolles Feedback vermittelt werden. Der zweitägige Workshop folgte somit auch in diesem Jahr wieder der Idee, insbesondere den wissenschaftlichen Austausch zwischen Juniors und Seniors zu fördern.
In acht Sessions und jeweils vier parallelen Sitzungen widmeten sich die Vorträge unterschiedlichsten Themen im internationalen Kontext. Das Themenspektrum umfasste neben den Kernthemen der Personal- und Arbeitsmarktökonomik auch eng verwandte Disziplinen und Bereiche, beispielsweise wurden Studien aus den Bereichen Migrations-, Gender- oder Gesundheitsökonomik vorgestellt.
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am IAAEU und am Lehrstuhl für Personalökonomik der Universität Trier trugen dem Plenum ebenso ihre neuesten Ergebnisse vor. Fenet Bedaso berichtete über die berufliche Segregation und die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen in Äthiopien. Marco Clemens präsentierte sein Projekt über Bonuszahlungen und Arbeitszufriedenheit in Deutschland. Björn Becker stellte die Befunde seiner Forschung über Gewerkschaftsmitgliedschaft und Lebenszufriedenheit in Deutschland vor. Dr. Yue Huang vermittelte ihre Forschungsergebnisse zum Thema COVID-19 Pandemie im Vereinigten Königreich dar.
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen Workshops on Labour Economics und freuen uns auf ein hoffentlich persönliches Wiedersehen im kommenden Jahr in Trier.

12.  Apr '22
Dr. Anthony Lepinteur zu Gast am IAAEU

Das IAAEU freut sich Dr. Anthony Lepinteur als Gastforscher begrüßen zu dürfen. Dr. Anthony Lepinteur ist Research Scientist am Fachbereich Verhaltens- und Kognitionswissenschaften an der Universität Luxemburg und wird von April bis Juni am Institut aktiv sein. Seine Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten der Arbeitsmarktökonomie, der Finanzwissenschaft, der ökonomischen Analyse subjektiver Einschätzungen und der sogenannten Genomik. Einige seiner letzten Publikationen beschäftigen sich mit den Wirkungen von stärker ausgeprägter Unsicherheit über den eigenen Arbeitsplatz auf das Verhalten der Beschäftigten auch außerhalb des Arbeitsplatzes. Im Rahmen seines Forschungsaufenthalts am IAAEU wird er u.a. einen Vortrag im ökonomischen Kolloquium zum Thema „Health Inequalities and the Labour Market: Causal Evidence from a Gene-Environment Setup“ halten.
Anthony Lepinteur

02.  Feb '22
Podcast Arbeitsrecht – Neue Folge: Kein Lohn ohne Arbeit – Betriebsrisiko im Corona-Lockdown

Was passiert eigentlich, wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer wegen eines Corona-Lockdown vorübergehend nicht beschäftigen kann? Kann der Arbeitnehmer dennoch vom Arbeitgeber seinen Lohn verlangen? Diese Frage hat das Bundesarbeitsgericht in einem aktuellen Urteil beantwortet. Thomas Klein und Georg Kuhs haben dieses klausurrelevante Urteil unter die Lupe genommen und stellen es euch in der 5. Folge des Podcasts vor.